… und eigentlich einen ganz anderen Tumblr starten wollte


Was ich auch noch tun werde! Schließlich fotografiere ich nicht umsonst fast täglich seit Jahresanfang die große Kastanie im Hinterhof, weil ich jedes Jahr wieder davon fasziniert bin, wie schnell sie sich verändert (zumindest, wenn sie einmal aus dem Winterschlaf erwacht ist..). Das wollte ich doch endlich mal dokumentieren. Rund um den Jahreswechsel (und auch zu anderen Zeiten) werden einem ja auch von allen Seiten diese Ideen für 365-Tage- oder 52-Wochen-Projekte aufgedrängt. (Zum Beispiel vom Flow-Magazin). Und genau das soll es sein und genau dazu habe ich nun endlich mal Zeit. Vor allem auch Zeit, um überhaupt im Winter zu Tageslichtzeit zu Hause zu sein und fotografieren zu können. Ja ich weiß, ich könnte auch eine Konstruktion mit Kamera bauen und auf unseren Balkon hängen – die am besten auch noch mit unserem WLAN verbunden ist und die Bilder selbstständig postet. Könnte ich aber auch lassen. Oder später im Jahr drüber nachdenken. Gerade habe ich eigentlich genug Projekte – im Beruflichen wie im Privaten.

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… und gar nicht wusste, wo ich anfangen sollte

Eine angefangene Bewerbung, eine weitere, sehr gut passende Stellenausschreibung, die ich nicht verpassen sollte, noch ein paar andere, ganz interessante Stellen, tausende ungeklärte Fragen zur Projektarbeit, die Möglichkeit, den Gründungszuschuss zu beantragen – nun stehe ich plötzlich vor einem Berg an Möglichkeiten, ohne zu wissen, wo anzufangen. Nun habe ich mich für die angefangene Bewerbung entschieden, und dazu, erst einmal meinen Schreibtisch aufzuräumen. Bringt irgendwie nichts, ohne Ordnung auf dem Tisch das produktive Chaos im Kopf zu lichten. Also startet die eigentliche Recherche dann eben erst morgen…

… und vor lauter Aufregung nicht schlafen konnte

Im Sommer 2013 verabschiedete ich mich nach fast sechs Jahren von meinem bisherigen Arbeitgeber, um nicht länger eine weite Strecke zur Arbeit pendeln zu müssen. Mein erstes Ziel: Zur Ruhe kommen. Mein zweites: Herausfinden, was ich eigentlich genau will. Nach einigen Monaten der Neuorientierungsphase, in der ich zahllose Gespräche mit den unterschiedlichsten Menschen führte und einige Bewerbungen auf eine breite Range an Stellen schickte, bin ich inzwischen an dem Punkt, auch eine Selbstständigkeit - das heißt Freiberuflichkeit - im Bereich der Kommunikation in Betracht zu ziehen. Am letzten Dienstag, dem 14. Januar, hatte ich dazu ein Beratungsgespräch bei der Arbeitsagentur, wohl wissend, dass die Sache mit dem Gründungszuschuss heutzutage nicht mehr so einfach ist. Doch es kam nichtsdestotrotz viel besser als gedacht: Ich hörte davon, mich bei zeitlich befristeten Aufträgen vorübergehend bei der Agentur für Arbeit abmelden zu können (und die „gesparte“ Zeit an meine Bewilligungsdauer anhängen zu können). Das eröffnete mir bisher ungeahnte Möglichkeiten, dachte ich doch immer, dass ich zwar neben der Arbeitslosigkeit einen 450-Euro-Job haben – jedoch nur 165 Euro verdienen - dürfe und ansonsten die Wahl habe, eben arbeitslos oder nicht arbeitslos zu sein. So hieß es aber plötzlich: Kann sofort losgehen – davon abgesehen, dass so etwas natürlich nicht ohne einen gewissen bürokratischen Aufwand möglich ist, der möglichst vorab geklärt werden sollte und ich mir ja auch erst mal klar über die von mir zukünftig angebotenen Dienstleistungen werden muss – vom ersten Auftrag ganz zu schweigen. Parallel dazu kann ich natürlich jederzeit weitere Bewerbungen schreiben - es liegen ja durchaus noch einige spannende Stellenangebote auf meinem Tisch - und auch der Antrag für den Gründungszuschuss schließt sich nicht aus. So viele Möglichkeiten! Und so viel zu tun! Was mir in den kommenden beiden Nächten nicht alles durch den Kopf ging!!